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Haustiere - Re: Katzenstreu gesundheitsschädlich?
Hallo Bibi,

Vor Jahren gab es mal eine Studie über Katzenstreu. Kann dir ja mal posten worauf du achten solltest.

Katzenstreu aus Betonstaub oder Lehmstaub:



Katzenstreu Bentonit: Es ist - in meinen Augen - total gefährlich für unsere Katzen, da die Gefahr besteht, dass es ihnen das Innere austrocknet und die Körperflüssigkeit aufsaugt und sich dort zusammenklumpt wie Beton. Die Kätzchen fressen es zwar nicht bewußt, aber es bleibt immer etwas am Fell hängen und sie lecken es dann ab, wenn sie sich putzen. Das kann irgendwann sogar tödlich sein. Vor allem für ganz kleine Katzen.


weiter ein Text, wie gesagt, etwas älter aber absolut lesenswert wie ich finde

Katzenstreu aus Lehm/Beton:



von Manna Michael
Gedruckt mit freundlicher Genehmigung der Autorin

"Etwas, das in der Lage ist, Leitungen im Haushalt zu verstopfen, muß auch in den Leitungen unserer Hauskatzen ein Chaos anrichten."

Katzen sterben. Auch Kätzchen sterben - das ist Teil des Lebens. Wir sind dennoch immer wieder betrübt, wenn sie sterben, obwohl wir wissen, daß es nur der Körper, nicht aber der Geist ist, der dahin gegangen ist. Um wieviel schlechter fühlen wir uns, wenn solche Todesfälle unnötig waren und wenn sie hätten verhindert werden können, einfach durch Änderung der Art der von uns verwendeten Streu.

Ich züchte japanische Bobtailkatzen und trauerte im Jahr 1994, als ein ganzer Wurf von (im November 1993 geborenen) Kätzchen starb. Trotz Pflege und Zwangsverabreichung von Flüssigkeiten und Nahrung rund um die Uhr ging erst ein Kätzchen, dann ein anderes aus dem Leben. Die drei Kätzchen begannen als eine robuste, lebhafte Gruppe. Dann, während der Entwöhnungszeit, gerade als sie das Katzenklo zu benutzen lernten, begannen sie, eine gelbe schaumige Substanz zu erbrechen und gelben Durchfall auszuscheiden. Der Durchfall sah wie Lehm aus und roch auch so. Sie hatten auch Ausfluß aus Nase und Augen. Der Durchfall wurde dann fester und noch lehmähnlicher. Schließlich hörte bei den Kätzchen die Darmtätigkeit ganz auf. Die Tierärzte sagten, daß sie innen "eine harte Masse" fühlen konnten. Die Kätzchen versanken in Apathie und wurden zu dünnen, ausgezehrten, zerbrechlichen kleinen Skeletten. Dann starben sie.

Als die Kätzchen zuerst krank wurden, war ich zu nicht besorgt, weil ich dieselben Symptome bei zwei früheren Würfen gesehen hatte. Beim ersten Mal hatte ich ein Kätzchen verloren, aber das andere blieb nach einer Woche Zwangsverabreichung von Flüssigkeiten am Leben. Als ein zweiter Wurf begann, dieselben Symptome zu zeigen, brachten wir die Kätzchen und ihre Eltern zum Tierarzt, der sie auf alles Mögliche untersuchte: von Darmparasiten bis Katzen-AIDS. Die Ergebnisse waren negativ. "Irgendeine Art Virus" oder "möglicherweise Giatdia" (ein Darmparasit) war die vage Diagnose, obwohl der Test dafür negativ ausgefallen war. Wir pflegten die Kätzchen, gaben ihnen Flüssigkeiten und Liebe, und nach einer Woche waren sie, wie die beiden Kätzchen zuvor, über dem Berg.

Beim dritten Mal war ich bei den Novemberkätzchen trotz einer gewissen Besorgnis doch zuversichtlich, daß wir auch diese durchbekommen würden. Aber ihre Krankheit zog sich drei Wochen hin, und sie wurden zusehends schwächer. Wieder ließen wir die Katzen und Kätzchen auf eine ganze Reihe von Problemen untersuchen, und wieder wurde nichts gefunden. Und dann starben die Kätzchen alle innerhalb von einer Woche.

Als sich bei einem vierten Wurf Ende März 1994 die gleichen Symptome zu zeigen begannen, fühlte ich mich frustriert, ängstlich und hilflos. Was ging da vor sich? Gab es etwas in der Umwelt? War mein Zuhause irgendwie ein "krankes Haus"? Trug eine der erwachsenen Katzen etwas in sich, das sich auf die Kätzchen übertrug? Ich behalte meine Katzen immer drinnen, so daß sie nicht mit frei herumlaufenden Katzen in Kontakt kommen konnten...

Eine neue Perspektive

Ich entschied, daß ich eine neue Perspektive brauchte, und begann mich nach einem holistischen Tierarzt umzusehen. Ein Freund gab mir die Karte von einem neuen holistischen Tierarzt in der Stadt. Dr. Stephanie Chalmers.

Bevor ich jedoch die Chance hatte, die Kätzchen diesem neuen Tierarzt vorzustellen, kam mir die Erleuchtung wie ein Blitzstrahl. Die klumpende Streu war es – fast, als ob mir es jemand in mein Ohr geflüstert hätte. Es machte absolut Sinn. Alles paßte zusammen, es erklärte alle Symptome. Meine Gedanken bewegten auf folgenden Linien:

Klumpende Streu bildet naturgemäß eine schwere, unlösliche Masse. Wenn sie feucht wird, bildet sich auch beim Aufrühren ein feiner Staub (wenn eine Katze herumscharrt, um ihr Geschäft zu vergraben). Diese klumpende Streu absorbiert oft ein Mehrfaches ihres Gewichts an Flüssigkeiten.

Wenn Katzen oder Kätzchen die Streukiste verwenden, lecken sie sich sauber. Dabei wird das, was ihren Zungen begegnet, aufgenommen. Kätzchen nehmen besonders viel Streu auf, während sie lernen, die Kiste zu benutzen.

Sobald die Streu von einem Kätzchen oder einer Katze aufgenommen worden ist, quillt sie und bildet eine Masse, die das Innere der Verdauungsorgane zunehmend ausfüllt. Dies bewirkt eine Austrocknung durch Entzug von Flüssigkeiten aus der Katze oder dem Kätzchen. Das Problem wird dadurch verschärft, daß jede Absorption von Nährstoffen oder Flüssigkeiten verhindert wird.

Meine Katzen und Kätzchen hatten wahrscheinlich anfangs mit Diarrhöe reagiert, um die von ihren Körpern aufgenommene Streu wieder los zu werden, bevor sich diese festsetzen und ihre Verdauungsorgane bedecken konnte. Kätzchen haben aber sehr dünne Därme, weshalb eine harte, unlösliche Masse leicht eine vollständige und tödliche Verstopfung innerhalb von ein paar von Wochen bewirken kann.

Aufgrund dieser Schlußfolgerungen ging ich sofort eine bentonitfreie Streu kaufen, um die klumpende Streu zu ersetzen. Ich nahm auch mehrere der harten, lehmartigen Klumpen von Katzenkot von zwei der Kätzchen und schmierte sie breit. Die Klumpen hatten nicht nur die Konsistenz, den Geruch und Beschaffenheit von Lehm, sondern sie bewahrten innen auch die Farbe der Streu. Dies war Bestätigung genug für mich.

Sobald ich konnte, nahm ich alle Kätzchen zusammen mit der Katzenmutter zu Dr. Chalmers, die sagte, daß sie bereits von Problemen wie diesen mit der klumpenden Lehmstreu gehört habe. Sie verordnete für die Kätzchen eine holistische Behandlung (rutschige Ulme, um die Därme beruhigen zu helfen, Hausmacher-Hühnerbrühe zur Ernährung der Kätzchen ohne weitere innere Belastung).

Sie zeigte mir auch einen Artikel von Lisa Newman, einer anderen holistischen Gesundheitspraktikerin, die einige Fälle von Krankheit und Tod anführte, die sie (Lisa Newman) selbst gesehen hatte, und die sehr wahrscheinlich durch klumpende Streu verursacht worden waren. Die Erleuchtung ging in meinem Kopf weiter, als ich folgendes las:

"Ich habe bei Katzen in den letzten zwei Jahren eine Zunahme an gestörten Immunsystemen, Atemnot, Darmreizungssyndromen und Erbrechen (außer von Haarklumpen) beobachtet. Alle Fälle hatten eines gemeinsam: ein klumpendes Produkt in ihrer Streukiste. In mehreren Fällen verbesserte sich der Zustand der Katze einfach dadurch, daß die Streu beseitigt wurde." ("Graue, klumpende Katzenstreu – macht sie die Mieze so krank?" Healthy Pets - Natural, April 1984).

Gesundheitsprobleme und sogar Todesfälle aufgrund von klumpender Streu scheinen verbreiteter zu sein, als den meisten Leuten bewußt ist. Ich sprach vor kurzem mit einem anderen japanischem Bobtailzüchter, der mir von einem von ihm verkauften Kätzchen erzählte, das dann an einem schweren Atemproblem erkrankte. Die neue Eigentümerin verwendete eine klumpende Streu, und ihr Tierarzt fand heraus, daß die Lungen des Kätzchens mit Streustaub bedeckt waren.

Daß ein Tierarzt dieses Problem entdeckt, ist ungewöhnlich. Eine allgemeinere Diagnose würde die Schuld einem Virus, Bazillus, Pilz oder Parasiten geben. Es ist noch nicht ins allgemeine Bewußtsein gedrungen, daß klumpende Streu für Katzen schädlich, ja sogar tödlich sein kann.

Nicht nur Katzen

Das Problem betrifft nicht nur Katzen. Wie Lisa Newman in ihrem Artikel aufzeigt, kommen Hunde in die Streukiste auf der Suche nach "Leckerbissen" und nehmen dort ebenfalls von der Streu auf. Sie berichtet, daß die Autopsie eines Hundes ergab, daß sein Magen mit klumpender Streu angefüllt war.

Unter der Überschrift "Wie Katzenstreu gemacht wird" erschien vor einigen Jahren ein Artikel in der Zeitschrift Cat Fancy (Oktober 1994). Schockierenderweise enthält der Artikel keine Warnung vor der Verwendung von klumpender Streu, obwohl die Beschreibung einer der Hauptzutaten zu solchen Erzeugnissen genügt haben sollte, jeden denkenden Menschen zu beunruhigen.

"Natriumbentonit, ein natürlich quellender Lehm, wird oft als äußerst wirksames Klumpen bildendes Mittel hinzugefügt. Bei der Zugabe von Flüssigkeit schwillt Bentonit auf etwa das 15-fache seines ursprünglichen Volumens an. Weil aber Natriumbentonit als quellfähiger Zement wirkt, sollte Streu, die Natrium-Bentonit enthält, nie weggespült werden, weil sie beim Aufquellen Leitungen verstopfen könnte."

Etwas Nachdenken genügt um zu merken, daß etwas, das in der Lage ist, Leitungen im Haushalt zu verstopfen, in den Leitungen unserer Hauskatzen ein Chaos an richten muß.

Was geschah mit meinen Kätzchen, nachdem ich zu einer bentonitfreien Streu überging? Traurig genug starben die beiden weiblichen Kätzchen. Beide schieden bis zur Zeit ihres Todes lehmigen Kot aus. Ein Kätzchen schied noch fast zwei Wochen nach dem Wechsel zu Streu auf Pflanzenbasis lehmigen Kot aus. Die beiden Kater blieben am Leben, obwohl es Monate dauerte, bis sie sich vollständig erholt hatten. Nur nach dem Wechsel zu einer völlig organischen, zu Hause bereiteten Diät war ich in der Lage, die letzten Spuren ihrer Tortur zu beseitigen. Ich trauere noch immer den Kätzchen nach, die auf so unnötige Weise starben.

Was können Sie tun?

Vielleicht sind Sie genauso entsetzt wie ich bei dem Gedanken, daß es Tausende von Kätzchen und Katzen (und andere Tiere) geben muß, die an klumpender Lehmstreu leiden oder sogar daran sterben. Was können wir tun, um solches Leiden zu verhindern?

Einerseits sollten wir die Hersteller wissen lassen, daß wir keine solchen Produkte kaufen. Mein Mann rief eine Firma an, die solche klumpende Streu herstellt. Die Frau, mit der er sprach, sagte, daß die Firma wisse, daß es sein könne, daß klumpende Streu Gesundheitsprobleme verursacht, daß es aber in der Verantwortung der Verbraucher liege, sich zu vergewissern, daß ihre Katzen das Zeug nicht fressen.

Mein Mann verwies darauf, daß sich Katzen mit dem Maul selbst säubern, weshalb sie natürlich jedes Mal Streu aufnehmen, wenn sie ihr Katzenklo benutzen. Die Firmenvertreterin verteidigte jedoch ihre Position: "Das sei Sache des Käufers".

Bei einer solchen Einstellung von Firmen können wir nur mit unserer Brieftasche wählen und Produkte von Firmen kaufen, die für unsere Sorgen aufgeschlossener sind. Man sollte den Herstellern von klumpender Streu klar machen, warum man nicht mehr deren Produkt kauft. Man könnte sich sogar entscheiden, alle von einer solchen Firma hergestellten Erzeugnisse zu boykottieren (Es ist nicht schwierig herauszufinden, wer was herstellt: Man braucht nur die Etiketten zu lesen). Ein noch wirksamerer Schritt könnte sein, den Eigentümern oder Leitern von Verkaufsgeschäften für solche Produkte den vorliegenden Artikel zu zeigen.

Wenn Sie den Verdacht haben, daß ein Tier aufgrund klumpender Streu an einer Krankheit leidet, sollten Sie es sofort einem Tierarzt oder einem Heilpraktiker vorstellen und diesem erklären, welche Ursache Sie vermuten. Falls Sie auf Widerstand stoßen, so kann dies bedeuten, daß der Tierarzt mit dem Problem nicht vertraut ist und nicht weiß, wie es zu behandeln ist. Versuchen Sie, einen holistischen Tierarzt zu finden - entweder an Ihrem Wohnort oder per Telefon, der mit Darm verstopfender klumpender Streu Erfahrung hat. Wichtig ist, die klumpende Streu sofort durch eine Alternative zu ersetzen. Selbst wenn Ihre Katze gesund ist, wäre es sinnvoll, zu einer anderen Streu zu wechseln.

Wenn Sie Katzen lieben, wie ich es tue, geben Sie das weiter. Sagen Sie jedem, daß Sie von diesem Problem wissen. Sagen Sie es Ihrem Tierarzt. Sie können die Leben von vielen Kätzchen, Katzen und anderen geliebten Wesen retten.

Dieser Artikel erschien zuerst in leicht geänderter Form der Ausgabe des Tiger Tribe vom Januar/Februar 1995: Holistische Gesundheit - mehr für Katzen. Leider gibt es Tiger Tribe nicht mehr. Copyright 01905, 1998. 1999 von Manna Michael. Alle Rechte vorbehalten.

Deutsche Übersetzung aus dem amerikanischen Original.
© 2003 alle Rechte vorbehalten, SANUSFERA


Sehr langer Text, ich hoffe ich darf den so hier reinkopieren.

Wünsche dir, dass du das richtige Streu findest.

LG Viv
Geschickt von dipima, Mo 17.12.2007 9:34



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